Wohnung Großschmiedestr. 20, Über Wismar

49600 Einwohner, Fachhochschule, Museum, Theater, Schiff- und Maschinenbau, Elektro, Möbel-, Nahrungsmittelindustrie, Fischereiflotte, Hafen, Backsteinbauten der im zweiten Weltkrieg zum Teil zerstörten Altstadt erinnern an die Bedeutung Wismars als reiche Hansestadt, so die gotische Marienkirche (13./14. Jahrhundert), Turm erhalten, die spätgotische Nikolaikirche (14. und 15. Jahrhundert), spätgotische Giebelhäuser, der Fürstenhof (liegt direkt gegenüber unserer Ferienwohnung) im Stil der italienischen Frührenaissance (16. Jahrhundert), das Brunnenhaus (»Wasserkunst«, 1580-1602), das ehemalige, gotische, 1817 klassizistisch umgebaute Rathaus, malerische Häuserfront am alten Hafen. Als Kaufmannssiedlung entstanden, 1229 als Stadt mit lüb. Recht erwähnt, 1257-1358 Residenz der Fürsten von Mecklenburg, eine der mächtigsten Hansestädte (wend. Hansequartier, kam 1648 als Reichslehn an die schwedische Krone und wurde zu einer starken Festung ausgebaut (bis 1803, endgültiger Verzicht Schwedens 1903).

650 Jahre alte Poeler Kogge wird in Wismar nach gebaut.

Mit Axxt und Seiet gaben Wismars Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken und Kultusminister Peter Kauffold den Startschuss zum Nachbau der Poeler Kogge.

Wismar - In der mecklenburgischen Werftstadt Wismar ist in den nächsten fünf Jahren auch Schiffbau wie im Mittelalter zu erleben. Im Stadthafen ist jetzt mit dem originalgetreuen Nachbau eines fast 650 Jahre alten Wracks begonnen worden. Mit der Rekonstruktion der so genannten Poeler Kogge von 1354 wollen Archäologen die letzten Beweise für die Existenz einer "baltischen Variante" der mittelalterlichen Handelsschiffe erbringen. Das Original, eine ursprünglich 26 Meter lange und acht Meter breite Kogge, war im Herbst 1997 von Fischern vor der Ostseeinsel Poel bei Wismar entdeckt worden. Der Fund offenbarte den Forschern eine besondere Schiffsform der Vergangenheit: die baltische oder Mecklenburger Kogge. Sie zeichnet sich durch geschwungene Steven und einen muschelförmigen, flachen und relativ großen Rumpf aus. Damit unterscheidet sich das Schiff wesentlich von den mittelalterlichen Koggen Westeuropas. Während Nordseekoggen mit steilen Steven und Seitenwänden kaum mehr als 100 Tonnen Ladung beförderten, transportierte das Poeler Handelsschiff vermutlich an die 200 Tonnen Fracht. Doch das Wrack, vom Poeler Strand aus mit bloßem Auge im flachen Küstenwasser zu sehen, war akut gefährdet. Ende 1999 lief dann die Notbergung an. Die Konservierung des Wracks soll 2017 abgeschlossen sein. Unterdessen gehen die Archäologen gemeinsam mit einem neu gegründeten Förderverein und ABM Kräften in Wismar an die Rekonstruktion des alten Handelsseglers. Dazu werden die Wrackteile mit sämtlichen Details in Originalgröße auf Folien gezeichnet, anschließend eingescannt und als Daten abgespeichert. Danach sollen die Planken - auf ein Zehntel verkleinert -ausgedruckt und zu einem Pappmodell zusammengefügt werden. Dieses stellt schließlich die Grundlage für die Rekonstruktion des Wracks dar. Im Sommer 2003 soll die nachgebaute Kogge auf Jungfernfahrt gehen.

 

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